HALTUNGSBERICHTE
Centruroides
balsasensis
Centruroides elegans
Centruroides meisei
Centruroides nigrescens
Centruroides nitidus
Hottentotta hottentotta
Rhopalurus junceus
Parabuthus transvaalicus
Tityus stigmurus
Uroplectes carinatus
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Parabuthus transvaalicus (Purcell, 1899):
Familie: Buthidae
Trivialname: Transvaal Skorpion
Herkunft: Südafrika (Botswana, Mozambique, Zimbabwe,...)
Unterarten: -
Erstbeschreibung durch: Purcell (1899)
Grösse: bis 16cm
Allgemeines:
Diese Art kann, wie die meisten Buthiden nur bedingt in Gruppen gehalten
werden kann. Z.B. vertragen sich 2 Weibchen überhaupt nicht. Ein Männchen
und ein Männchen und ein Weibchen und ein Männchen vertragen sich jedoch.
Jedoch halten wir unsere getrennt, da immer eine Gefahr von Kannibalismus
da ist. Nur zur Paarung lassen wir sie zusammen. Sie kann ihr Gift
bis zu einem Meter weit verspritzen, weshalb unbedingt, wenn man im
Terrarium rumhantiert eine Brille und dicke Handschuhe angezogen werden
müssen. Bei P. transvaalicus ist
auch darauf zu achten, das man ihn nicht überfüttert, da diese Art sehr
gefrässig ist.
Gift:
P.transvaalicus haben ein sehr potentes Gift und gehören zu
den giftigsten Skorpionen Afrikas. Sie können ihr Gift bis auf ein Meter
weit verspritzen (Obwohl sie dies äusserst selten und nur unter extremen
Angstsituationen machen). Wenn man von einem P.transvaalicus gestochen
wird, leidet man unter neurotoxischen Wirkungen, Hat Schmerzen (die in
schweren Fällen bis eine Woche andauern können) Normalerweise aber verschwindet
der Schmerz nach einem Tag. Zu dem kann man an Erbrechen, Schwitzen,
Augenzucken, Durchfall und anderen Symptomen leiden. Also: Bei dieser
Art ist sehr grosse Vorsicht angesagt.
Terrarium:
Das Terrarium sollte möglichst Wüstenähnlich gestaltet sein. P. transvaalicus hat
am liebsten Rinden oder Steine, unter denen er dann eine Höhle gräbt.
Boden:
10 - 15cm hoch aufgefülltes Sand-Tonmehl Gemisch. Das Gemisch wird wie
folgt hergestellt:
Man nimmt Sand, füllt dazu einen 5tel Teil des Sandes Tonmehl (bekommt
man z.B. bei M & S Reptilien) dazu, wühlt es um und haltet es ständig
feucht. Jedoch darf es auch nicht zu feucht sein. Danach kann man das
Gemisch in das Terrarium füllen und trocknen lassen, bis die Luftfeuchtigkeit
bei ca. 30 % liegt.
Luftfeuchtigkeit:
30 – 40 % / Ein Mal pro Monat muss in eine Ecke gesprüht werden.
Temperatur:
30°C - 35°C am Tag, in der Nacht Zimmertemperatur
Futter:
Grillen, Heuschrecken, Heimchen, Mehlwürmer, Schaben, Zophobas, etc.
Sogar Mäuse werden angenommen. Bei der Fütterung muss man unbedingt
darauf achten, dass man die Skorpione nicht überfüttert, da sie sehr
gefrässig sind.
Zucht:
P. transvaalicus brauchen für ihren Paarungstanz relativ viel
Platz. Darum muss man sie für den Tanz in ein grösseres Terrarium umsetzen.
Man sollte beide Tiere vorher gut füttern, da es nicht so eine soziale
Art ist, wie schon oben erwähnt. Bevor man das Männchen zum Weibchen
setzt, sollte man das Weibchen ca. 2 Tage alleine im Becken lassen, damit
es ihre Duftspuren verteilen kann. Sobald das Männchen die Duftspuren
(Pheromone) aufgenommen hat, fängt es an zu zucken und sobald sie zusammentreffen
fängt der Tanz an. Wenn die Paarung nicht klappt und sie sich angreifen,
müssen sie sofort getrennt werden und der Paarungsversuch kann später
noch einmal versucht werden. Wenn nach dem ersten Versuch die Dame sich
weigert, sich zu paaren, ist das ein Anzeichen auf Trächtigkeit. Es können
20 bis 150 Junge werden. Dass das Weibchen bald wirft, kann man daran
erkennen, wenn es dick ist, Wärme sucht oder plötzlich wie verrückt gräbt.
Die Tragzeit kann 8 – 12 Monate dauern.
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Paarung (Männchen links, Weibchen rechts)
Die Hemispermatophore:

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Weibchen mit 1.instar Jungtieren
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Detailansicht der Jungtiere
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Mutter mit 2.instar Jungtieren
Manchmal kann es vorkommen, dass das Männchen Jungtiere fressen will:
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Aufzucht der Jungtiere:
Die Jungtiere müssen, sobald sie vom Rücken der Mutter runter sind
in einzelnen Heimchenboxen oder in Schraubenkästen (Bild unten) aufgezogen
werden. Diese sollten auch mit dem Bodengrund wie bei den Adulten und
mit Verstecken ausgestattet sein. Die Temperatur sollte ca. 30°C betragen.
Die Feuchtigkeit muss sehr hoch sein, wegen Austrocknungsgefahr. D.h.
man muss mindestens einmal in der Woche gut befeuchten. Die Jungen können
mit ziemlich allem und auch grossem gefüttert werden, da sie mit ihrem
starken Gift alle Wirbellosen Tiere töten können.
Frisch ins 4.instar gehäuteter P.transvaalicus:
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Schraubenkastenaufzucht:

Geschlechtsbestimmung:
Die Geschlechtsbestimmung bei P. transvaalicus ist ziemlich einfach.
Bei dieser Art kann man die Geschlechter sogar vor dem Adultstadium sicher bestimmen. Bei den Weibchen hat es einen leichten Ansatz an den Kammzähnen... :

... bei den Männchen hingegen nicht:

Bei adulten Tieren ist der Unterschied zwischen Männchen und Weibchen, dass das Männchen dickere Chelae (Scherenhände)
hat. Zudem ist das Männchen schlanker und kleiner. Das Männchen:

Ausserdem beträgt die Kammzähneanzahl bei den Männchen 37 – 42,
beim Weibchen 33 – 36.
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